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Osterfeuer in Erkeln

Auch in diesem Jahr versammelten sich wieder viele Erkelner und Erkelnerinnen mit ihren Gästen um das große von der Landjugend aufgebaute Osterfeuer.
Herr Pastor Schink segnete zunächst das Osterfeuer mit dem neuen Weihwasser der Ostermesse. Das Feuer der Osterkerze wurde mittels Fackeln aus der Kirche zum Osterfeuer gebracht, um es zu entzünden. Es brannte aufgrund der Trockenheit und des guten Schichtmaterials schnell lichterloh. Schnell hatten die lodernden Flammen auch die Judaspuppe erfasst.
Dieser Brauch wird dank unserer Landjugend weiter gepflegt. Herzlichen Dank an die fleißigen Helfer und Gästen.
Zum Brauch des Osterfeuers:
Vor der Feier der Osternacht wird in der katholischen Kirche ein kleines Feuer entfacht, das Osterfeuer. Nachdem sich die Gemeinde um das Osterfeuer versammelt hat, entzündet der Priester am Feuer die Osterkerze, die hiernach als Licht in die dunkle Kirche getragen wird. Die brennende Kerze versinnbildlicht dabei Christus als Licht der Welt. Wie einst das Volk Israel der Feuersäule durch die Wüste folgte, so folgen die Gläubigen Jesus Christus auf dem Weg vom Tod zum Leben.
Osterfeuer werden meist am Samstag vor Ostern entzündet, mancherorts, vor allem in Westfalen/Lippe und auch bei uns in Erkeln erst am Abend des Ostersonntags. Es handelt sich um möglichst hoch aufgetürmte Holzstöße aus Baum- und Strauchschnitt. Mancherorts befindet sich zuoberst des Stapels eine Puppe, bei uns der Judas aus Stroh. Die Holzstöße werden auf Feldern so errichtet, dass sie weithin sichtbar sind.

 

  • Artikel vom 25.04.2011
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